Was ist die Bounce Rate?
Die Bounce Rate (Absprungrate) gibt an, wie viel Prozent der Website-Besucher die Einstiegsseite verlassen, ohne eine weitere Aktion durchzuführen – keinen Klick, kein Scrollen, keine Interaktion. In Google Analytics 4 wurde die Bounce Rate durch die „Engagement Rate" ersetzt, die misst, ob ein Besuch „engaged" war (mindestens 10 Sekunden, Conversion oder 2+ Seitenaufrufe).
Wann ist eine hohe Bounce Rate problematisch?
Eine hohe Bounce Rate ist nicht per se schlecht – es kommt auf den Kontext an. Für eine Glossar-Seite, auf der der Nutzer eine Definition liest und dann zufrieden geht, ist 70–80% normal. Für eine Leistungsseite, die zu einer Kontaktaufnahme führen soll, ist 70% problematisch. Die Suchintention bestimmt, welche Bounce Rate akzeptabel ist.
Wie senkt man die Bounce Rate?
Die Suchintention exakt treffen – Nutzer springen ab, wenn der Inhalt nicht ihren Erwartungen entspricht. Ladezeit optimieren – langsame Seiten vertreiben Besucher. Klare Navigation und interne Links anbieten. Ansprechendes Design und gut lesbaren Content liefern. Call-to-Actions platzieren, die zur nächsten Interaktion einladen.
Ist die Bounce Rate ein Ranking-Faktor?
Google hat nie bestätigt, dass die Bounce Rate ein direkter Ranking-Faktor ist. Allerdings nutzt Google „Engagement-Signale" – ob Nutzer nach dem Klick auf ein Suchergebnis zufrieden waren oder sofort zur Suche zurückkehren (Pogo-Sticking). Indirekt beeinflusst die Nutzerzufriedenheit also durchaus die Rankings.
💡 Kurz & knapp
Bounce Rate = Besucher ohne Interaktion. Kontext entscheidend: Glossar darf hoch sein, Leistungsseite nicht. Suchintention treffen und Ladezeit optimieren.