Suchmaschinenoptimierung umfasst alle Maßnahmen, mit denen eine Website in den unbezahlten Ergebnissen besser auffindbar wird. Die Arbeit teilt sich in drei Felder: technische Erreichbarkeit, inhaltliche Qualität und Verweise von anderen Websites.
Woran es in der Praxis scheitert
Selten an fehlendem Fachwissen, häufig an fehlender Zuständigkeit. Wer schreibt die Texte, wer entscheidet über die Adressstruktur, wer darf Seiten löschen? Solange das offen ist, bleibt jede Maßnahme Stückwerk. Die erste Frage im Erstgespräch ist deshalb keine fachliche.
Die drei Felder
Technik
Erreichbarkeit für Crawler, Ladezeit, Indexierungssteuerung, saubere Adressen, strukturierte Daten. Bei kleinen Websites ist dieser Teil meist in wenigen Tagen in Ordnung – deshalb steht er am Anfang und nicht im Mittelpunkt.
Inhalt
Hier liegt die eigentliche Arbeit, und sie dauert Jahre. Eine Seite je Suchanlass, mit einer Antwort, die den Anlass tatsächlich erledigt. Nicht eine Sammelseite für zwölf Leistungen und nicht dieselbe Seite mit ausgetauschtem Ortsnamen.
Verweise von außen
Ausschließlich verdient oder redaktionell erarbeitet: Fachbeiträge, Verzeichnisse mit echter Prüfung, Presse, Branchenverbände. Kein Kauf, kein Tausch, keine Netzwerke. Das ist keine moralische Haltung, sondern eine Risikoabwägung – abgestrafte Domains lassen sich nur mit erheblichem Aufwand zurückholen.
Zeiträume
Für nachhaltige Ergebnisse sind sechs bis zwölf Monate anzusetzen. Technische Verbesserungen können sich früher zeigen, inhaltliche selten. Wer kürzere Zeiträume verspricht, meint entweder eine sehr kleine Nische oder etwas anderes als organische Sichtbarkeit.
Was nicht angeboten wird
- Garantien auf Platzierungen – niemand kann sie einhalten
- Gekaufte Verweise und Linknetzwerke
- Massenhaft erzeugte Textseiten ohne eigenen Nutzen
- Berichte, in denen Kennzahlen ohne Bezug zum Geschäft stehen
Die Grenze
Bei sehr kleinen Einzugsgebieten, bei ausgelasteten Betrieben und bei Produkten ohne bestehende Nachfrage lohnt eine laufende Betreuung nicht. In solchen Fällen sage ich das im Erstgespräch – das ist billiger für beide Seiten als ein Vertrag, der nach vier Monaten enttäuscht.