Berichte im SEO sind häufig Werkzeugausgaben mit Deckblatt. Ein brauchbarer Bericht beantwortet drei Fragen: Was wurde getan, was hat sich verändert, was folgt daraus.
Die sechs Bestandteile
1. Was getan wurde
Konkret: welche Seiten überarbeitet, welche technischen Änderungen umgesetzt, welche Inhalte veröffentlicht. Nicht „Optimierung durchgeführt".
2. Entwicklung in Zahlen
Impressionen, Klicks, Klickrate, Durchschnittsposition – im Jahresvergleich desselben Zeitraums, nicht im Monatsvergleich.
3. Bezug zum Geschäft
Anfragen, Anrufe, Abschlüsse, soweit erfassbar. Ohne diesen Teil beantwortet der Bericht nicht die Frage, die der Auftraggeber tatsächlich hat.
4. Was nicht funktioniert hat
Der Teil, der fast immer fehlt. Eine Maßnahme ohne Wirkung ist eine Erkenntnis – sie zu verschweigen, kostet die Gelegenheit, daraus zu lernen.
5. Was als Nächstes kommt
Drei bis fünf Maßnahmen in Reihenfolge, mit Aufwand und erwarteter Wirkung.
6. Was der Auftraggeber tun muss
Freigaben, fachliche Prüfungen, Entscheidungen. Wenn ein Projekt stockt, liegt es häufig hier – und das gehört benannt.
Was nicht hineingehört
- Kennzahlen aus Werkzeugen ohne Erklärung, was sie bedeuten
- Positionen einzelner Anfragen ohne Zusammenhang
- Wechselnde Anfragen von Monat zu Monat – das ist Auswahl, keine Berichterstattung
- Sichtbarkeitswerte ohne Hinweis auf ihre Herkunft und Grenzen
Die Länge
Vier bis sechs Seiten genügen. Ein dreißigseitiger Bericht wird nicht gelesen und ist häufig ein Ersatz für fehlende Ergebnisse.
Der Termin dazu
Ein Bericht ohne Gespräch verpufft. Dreißig Minuten im Monat reichen, um Rückfragen zu klären und Entscheidungen zu treffen, die sonst wochenlang liegen bleiben.