In eigener Sache: Verfasst von einem Marktteilnehmer. Was hier steht, ist eine Beobachtung aus der eigenen Projektarbeit, keine Marktstudie.

Fünf beobachtbare Entwicklungen

1. Antworten verdrängen Listen

Bei informationsorientierten Anfragen erscheinen zunehmend erzeugte Antworten oberhalb der Treffer. Beobachtbar ist die Folge in der Search Console: gleichbleibende Position, sinkendes Verhältnis von Klicks zu Impressionen.

2. Der Wert verschiebt sich zur Person

Autorenprofile, Qualifikationen und Verweise auf extern betriebene Profile werden wichtiger. Das ist keine neue Regel, sondern eine Verstärkung dessen, was mit den Qualitätsrichtlinien ohnehin angelegt war.

3. Textmenge verliert

Umfang war lange ein Ersatzsignal für Substanz. Mit erzeugten Texten ist Umfang beliebig herstellbar und damit als Signal wertlos geworden.

4. Messung wird schwieriger

Für die Sichtbarkeit in KI-Antworten gibt es keine Kennzahl. Wer belastbar berichten will, muss Stichproben erheben – ein Aufwand, den es vorher nicht gab.

5. Technik wird wieder wichtiger

Crawler-Steuerung, strukturierte Daten und saubere Adressen entscheiden mit darüber, ob Inhalte überhaupt als Quelle in Frage kommen.

Drei Behauptungen ohne Beleg

  • „SEO ist tot." Wird seit über einem Jahrzehnt jährlich behauptet. Die Zugriffszahlen aus organischer Suche in den betreuten Projekten stützen das nicht.
  • Konkrete Marktanteilsprognosen für KI-Suche. Die kursierenden Prozentzahlen stammen aus Hochrechnungen ohne nachprüfbare Methodik.
  • „GEO ist eine völlig neue Disziplin." Der überwiegende Teil der wirksamen Maßnahmen ist bekannte Arbeit unter neuem Namen.

Was das für Auftraggeber bedeutet

Wenig Dramatisches. Wer bisher sauber gearbeitet hat, muss nachrüsten: Autorenprofile, Antwortabsätze, Crawler-Freigaben, eine Stichprobenmessung. Das ist ein überschaubares Nachziehen, kein neues Projekt.