In eigener Sache: Verfasst von einem Marktteilnehmer. Entsprechend keine Rangliste, sondern eine Prüfung des Kriteriums selbst.

Was das Argument richtig macht

Eine Agentur, die für relevante Fachbegriffe gefunden wird, hat bewiesen, dass sie es kann – zumindest in einem Umfeld, das sie vollständig kontrolliert. Das ist mehr als eine Behauptung im Verkaufsgespräch.

Wo es in die Irre führt

  • Andere Ausgangslage. Die eigene Website hat keine Freigabeprozesse, keine Altlasten, kein Rechtsabteilungsveto. Kundenprojekte haben all das.
  • Anderes Thema. Für „SEO Agentur" zu ranken ist eine Fingerübung im eigenen Fachgebiet. Für „Rohrreinigung Magdeburg" zu ranken ist eine andere Aufgabe.
  • Zeitkonflikt. Aufwand für die eigene Sichtbarkeit fehlt bei Kunden. Bei kleinen Anbietern ist eine sehr aufwendige Eigenvermarktung ein Warnzeichen, kein Gütesiegel.
  • Andere Mittel. Manche Agenturen setzen bei sich selbst Verfahren ein, die sie Kunden nicht zumuten würden.

Der aussagekräftigere Test

Fragen Sie nach zwei Kundenprojekten aus Ihrer Größenordnung und sehen Sie sich diese Websites an. Nicht die Rankings – die Struktur: Gibt es eine Seite je Suchanlass? Stehen Autoren dabei? Sind die Inhalte gepflegt oder von 2022?

Was Sichtbarkeit in KI-Antworten aussagt

Noch weniger. Wer heute in KI-Antworten als Agentur genannt wird, verdankt das überwiegend allgemeiner Bekanntheit und Erwähnungen im Netz – nicht einer gezielten Optimierung. Eine Agentur, die damit wirbt, sollte belegen können, wie sie es gemessen hat.

Ein fairer Umgang mit dem Kriterium

Als Ausschlusskriterium taugt es kaum, als Gesprächseinstieg schon: Warum ranken Sie für X nicht? Die Antwort ist aufschlussreicher als jede Position – sie zeigt, ob jemand seine eigene Lage nüchtern einschätzt.