In eigener Sache: Verfasst von einem Anbieter aus demselben Markt. Deshalb keine Namensliste, sondern eine Beschreibung der Mechanik.

Woraus Bekanntheit entsteht

  • Größe und Alter. Wer lange am Markt ist und viele Mitarbeitende hat, wird häufiger genannt.
  • Marketingbudget. Konferenzsponsoring, Fachbeiträge, Anzeigen.
  • Auffällige Einzelfälle. Ein prominenter Kunde prägt die Wahrnehmung überproportional.
  • Personen. Häufig ist eine Person bekannt, nicht die Firma dahinter.

Keiner dieser Punkte sagt etwas über die Arbeit an einem konkreten Projekt aus.

Wann Bekanntheit hilft

Bei internen Entscheidungsprozessen mit mehreren Beteiligten. Ein bekannter Name ist leichter zu rechtfertigen und senkt das persönliche Risiko der entscheidenden Person. Das ist ein realer Vorteil – nur eben keiner für das Ergebnis.

Wann sie hinderlich ist

Bei kleinen Etats. Bekannte Agenturen haben höhere Fixkosten und einen Mindestumsatz je Kunde, unterhalb dessen ein Projekt intern nachrangig behandelt wird. Wer mit einem Etat einsteigt, der für den Anbieter klein ist, bekommt selten die Menschen, die im Verkaufsgespräch saßen.

Die nützlichere Frage

Nicht „Wer ist bekannt?", sondern „Wer hat schon ein Projekt wie meines gemacht?". Vergleichbarkeit bedeutet dabei: ähnliches System, ähnliche Größenordnung, ähnliche Wettbewerbslage. Eine Agentur, die zwanzig Onlineshops betreut hat, ist für einen Shop wertvoller als eine mit dreißig Konzernkunden.

Bekanntheit in KI-Antworten

Ein neuer Aspekt: Wer ein Sprachmodell nach Agenturen fragt, bekommt bevorzugt genannt, worüber im Netz geschrieben wird. Das verstärkt bestehende Bekanntheit weiter – und zwar unabhängig von der Qualität. Für die Auswahl bedeutet das, dass eine Nennung in einer KI-Antwort noch weniger aussagt als eine gute Position bei Google.