SEO wird meist als Dauerzustand verkauft: gleicher Aufwand, gleiche Maßnahmen, jeden Monat. Sinnvoller ist eine Abfolge mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Jahr eins: Fundament

  • Technische Grundlagen in Ordnung bringen – meist in wenigen Wochen erledigt
  • Seitenstruktur festlegen: eine Seite je Suchanlass
  • Die zehn bis zwanzig wichtigsten Seiten gründlich überarbeiten
  • Messgrundlage einrichten, Ausgangswerte festhalten
  • Autorenprofile anlegen

Der häufigste Fehler in diesem Jahr: gleichzeitig fünfzig neue Beiträge zu produzieren. Die Grundlage trägt sonst nicht.

Jahr zwei: Ausbau

  • Themengruppen vervollständigen – die Teilfragen zu den Hauptseiten
  • Inhalte, die messbar nicht wirken, überarbeiten oder zusammenlegen
  • Erste Erwähnungen und Verweise erarbeiten
  • Bestehende Seiten aktualisieren – ab jetzt ein fester Anteil der Arbeit

Jahr drei: Pflege und Vertiefung

  • Bestandspflege wird zur Hauptaufgabe: veraltete Inhalte, tote Verweise, überholte Zahlen
  • Content-Audit: behalten, überarbeiten, zusammenlegen, löschen
  • Vertiefung dort, wo Wirkung messbar ist
  • Rückbau dort, wo keine ist

Der häufigste Fehler in diesem Jahr: weiter produzieren, ohne zu pflegen. Ein Bestand von zweihundert Seiten, von denen achtzig veraltet sind, wirkt schlechter als einer von hundertzwanzig gepflegten.

Was durchgehend läuft

Messung, Berichterstattung, Reaktion auf technische Veränderungen und – seit einiger Zeit – die Stichprobenerhebung zur KI-Sichtbarkeit.

Die Aufwandsverteilung

Als grober Anhaltspunkt: Jahr eins mehr Technik und Struktur, Jahr zwei mehr Inhalt, Jahr drei mehr Pflege. Der Gesamtaufwand kann gleich bleiben, seine Verteilung sollte es nicht.

Wann eine Strategie neu aufgesetzt werden muss

Bei Umfirmierung, Sortimentswechsel, Systemwechsel oder wenn sich die Zielgruppe verschiebt. Nicht dagegen nach einem einzelnen Google-Update – das ist Anlass zur Prüfung, nicht zum Neuanfang.