In eigener Sache: Der Herausgeber ist ein spezialisierter Einzelanbieter. Diese Position wird im Folgenden mitbedacht, auch dort, wo sie gegen das eigene Angebot spricht.
Was für Full-Service spricht
- Eine Ansprechstelle für Gestaltung, Entwicklung, SEO, Anzeigen und Inhalte.
- Kein Abstimmungsverlust zwischen Dienstleistern mit widersprüchlichen Empfehlungen.
- Kapazität bei Spitzen und im Vertretungsfall.
- Ein Vertrag, eine Rechnung – bei größeren Organisationen ein realer Vorteil.
Was für Spezialisten spricht
- Fachtiefe in einem Feld statt Grundkenntnissen in acht.
- Direkter Kontakt zu der Person, die die Arbeit macht.
- Geringere Fixkosten und damit ein niedrigerer sinnvoller Einstieg.
- Kein Interesse daran, jede Aufgabe im eigenen Haus zu halten.
Die Frage, die es entscheidet
Wer koordiniert? Wenn im eigenen Haus jemand die Fäden zusammenhält – eine Marketingleitung, ein Projektverantwortlicher –, funktionieren mehrere Spezialisten gut und oft günstiger. Wenn niemand da ist, entstehen bei mehreren Dienstleistern Reibungsverluste, die den Fachvorteil auffressen.
Der unbequeme Punkt für Spezialisten
Bei einem Ausfall gibt es keine Vertretung. Wer mit einem Einzelanbieter arbeitet, sollte klären, was bei längerer Abwesenheit passiert und wo Zugänge und Dokumentation liegen. Diese Frage wird im Verkaufsgespräch selten gestellt und ist berechtigt.
Der unbequeme Punkt für Full-Service
Interne Auslastung beeinflusst Empfehlungen. Wenn eine Abteilung Kapazität frei hat, erscheint deren Leistung häufiger im Vorschlag. Das ist keine Böswilligkeit, sondern eine strukturelle Neigung – man sollte sie kennen.
Die Mischform
In der Praxis verbreitet und oft die beste Lösung: eine Agentur für die Umsetzung, ein Spezialist als zweiter Blick. Das kostet wenige Tage im Jahr und deckt Lücken auf, die im laufenden Betrieb niemand sieht.