In eigener Sache: Verfasst von einem Marktteilnehmer. Deshalb keine Bewertung einzelner Auszeichnungen, sondern eine Beschreibung der Vergabewege.
Die vier Vergabewege
1. Fachjury mit veröffentlichten Kriterien
Eingereichte Arbeiten werden von benannten Personen nach offengelegten Maßstäben bewertet. Das ist der aussagekräftigste Weg – und mit Teilnahmegebühren verbunden, was ihn nicht entwertet, solange die Bewertung unabhängig erfolgt.
2. Datenbasierte Auswertung
Ranglisten aus messbaren Größen, etwa Sichtbarkeitswerten. Aussagekräftig, sofern die Datengrundlage offengelegt ist – gemessen wird dabei allerdings meist die Eigensichtbarkeit der Agentur.
3. Publikumsabstimmung
Misst Reichweite und Mobilisierungsfähigkeit, nicht Qualität. Wer viele Kunden und Follower hat, gewinnt.
4. Bezahlte Aufnahme
Gegen Gebühr wird ein Siegel vergeben. Erkennbar an fehlenden Kriterien, an sehr vielen Ausgezeichneten und an Formulierungen wie „Premium-Partner".
Die Prüfung in fünf Minuten
- Wer vergibt die Auszeichnung, und wovon lebt diese Organisation?
- Stehen die Kriterien öffentlich?
- Wie viele Ausgezeichnete gibt es? Bei dreistelligen Zahlen ist es ein Verzeichnis.
- Ist die Jury namentlich benannt?
- Was kostet die Teilnahme?
Was Auszeichnungen leisten
Sie senken das wahrgenommene Risiko einer Entscheidung. Das ist ein realer Wert im internen Abstimmungsprozess – nur eben keiner für das Ergebnis Ihres Projekts.
Was aussagekräftiger ist
Bewertungen auf Portalen mit Nachweis der Geschäftsbeziehung, eine bestehende Berufshaftpflicht, benannte Referenzprojekte und die Antworten auf fachliche Prüffragen. Alles nachprüfbar, nichts davon käuflich.