AI Overviews fassen mehrere Quellen zu einer Antwort zusammen und stellen sie über die organischen Treffer. Für Betreiber bedeutet das beides gleichzeitig: Sichtbarkeit und weniger Klicks.
Wie sich der Effekt ablesen lässt
In der Search Console: gleichbleibende Durchschnittsposition, sinkende Klickrate über mehrere Monate. Ein einzelner Monatsvergleich reicht nicht, weil Saison und Wettbewerb überlagern.
Besonders betroffen sind Seiten, die eine einzelne Frage beantworten – Definitionen, Begriffserklärungen, kurze Anleitungen.
Was nicht hilft
Inhalte zurückhalten, damit geklickt werden muss. Was nicht ausgegeben wird, wird auch nicht als Quelle genannt – man verliert die Sichtbarkeit zusätzlich zum Klick.
Ebenso wenig hilft es, AI-Crawler zu sperren: Dann entfällt die Nennung, die Übersicht erscheint trotzdem, nur mit anderen Quellen.
Was hilft
- Über die Antwort hinausgehen. Rechner, Vergleiche, Vorlagen, Prüflisten – Dinge, die eine Übersicht nicht ersetzen kann.
- Auf Anlässe setzen, die eine Entscheidung erfordern. Kaufnahe und beratungsintensive Anfragen sind deutlich seltener betroffen.
- Als Quelle genannt werden. Wenn schon weniger Klicks, dann wenigstens die Nennung – das zahlt auf Bekanntheit ein.
- Nicht nur Klicks messen. Direktzugriffe und Anfragen ohne erkennbare Quelle steigen, wenn Nennungen zunehmen.
Was das für die Inhaltsplanung heißt
Reine Definitionsseiten verlieren an Zugriffen und behalten ihren Wert als Beleg für thematische Autorität. Sie bleiben sinnvoll – aber nicht als Zugriffsquelle. Wer sein Budget danach ausrichtet, verschiebt es zu Inhalten, die eine Handlung ermöglichen.
Die ehrliche Einordnung
Wie stark der Effekt ausfällt, unterscheidet sich je Branche und Anfragetyp erheblich. Allgemeine Prozentangaben dazu kursieren reichlich und sind schlecht belegt. Belastbar ist nur die Auswertung der eigenen Daten über mehrere Monate.