Eine Verdopplung der Besucherzahl verdoppelt die Anfragen nur, wenn die Seite überhaupt Anfragen erzeugt. Wo das nicht der Fall ist, ist SEO die teurere von zwei möglichen Maßnahmen.

Die Rechnung

Bei tausend Besuchern und einer Anfragequote von einem Prozent: zehn Anfragen. Die Quote auf zwei Prozent zu bringen, kostet meist wenige Tage und ergibt zwanzig. Die Besucherzahl zu verdoppeln, kostet Monate und ergibt ebenfalls zwanzig.

Beides zusammen ergibt vierzig. Aber die Reihenfolge entscheidet, wie schnell sich etwas zeigt.

Fünf Stellen, die zuerst gehören

  1. Ist erkennbar, was das Angebot ist? Innerhalb von fünf Sekunden, ohne Scrollen.
  2. Gibt es einen klaren nächsten Schritt? Einen, nicht sieben.
  3. Ist der Kontaktweg der, den die Zielgruppe nutzt? Ein Formular mit vierzehn Feldern ist für Handwerkskunden ein Hindernis, eine Telefonnummer nicht.
  4. Werden Zweifel adressiert? Preisrahmen, Ablauf, Referenzen, Ansprechpartner.
  5. Funktioniert das auf dem Telefon? Nicht „sieht ordentlich aus", sondern: Ist der Kontaktweg mit einem Daumen erreichbar?

Was sich nicht lohnt

Farbtests an Schaltflächen bei geringen Fallzahlen. Für belastbare Vergleichstests braucht es Hunderte von Abschlüssen je Variante – die haben die wenigsten. Bei kleinen Zahlen ist eine begründete Entscheidung besser als ein Test ohne Aussagekraft.

Der Zusammenhang mit SEO

Wer die Anfragequote kennt, kann ausrechnen, was ein zusätzlicher Besucher wert ist – und damit begründen, wie viel SEO kosten darf. Ohne diese Zahl ist jedes Budget geraten.

Die Schnittstelle, die oft fehlt

Die passende Seite für den passenden Anlass. Wer über eine Ratgeberfrage kommt, ist nicht kaufbereit. Wer ihn dort mit einem Angebotsformular empfängt, verliert ihn. Die Conversion einer Ratgeberseite ist ein Newsletter oder ein weiterführender Inhalt – nicht der Abschluss.