Werkzeuge erzeugen mühelos Berichte mit hunderten Befunden. Der Wert eines Audits entsteht erst danach: bei der Entscheidung, was davon zählt.

Die sieben Prüfbereiche

  1. Erreichbarkeit. Statuscodes, Serverantwortzeiten, Weiterleitungsketten, robots.txt.
  2. Indexierung. Welche Seiten sind im Index, welche sollten es sein, wo klaffen die Mengen auseinander?
  3. Doppelte Inhalte. Parameter, Sortierungen, www und https, Groß- und Kleinschreibung.
  4. Interne Verweise. Erreichbarkeit wichtiger Seiten, Verweise über Weiterleitungen, verwaiste Seiten.
  5. Strukturierte Daten. Vorhandensein, Richtigkeit, leere Felder.
  6. Ladezeit. Felddaten, nicht nur Labortests.
  7. Crawler-Freigaben. Auch für AI-Crawler – hier findet sich häufig eine unbeabsichtigte Sperre.

Wie priorisiert wird

Nach zwei Achsen: Wie viele Seiten sind betroffen, und verhindert der Befund Sichtbarkeit oder mindert er sie nur? Eine versehentliche Indexsperre auf der halben Website steht vor dreihundert fehlenden Alternativtexten.

Woran ein brauchbares Audit erkennbar ist

  • Es nennt höchstens zehn Maßnahmen in verbindlicher Reihenfolge
  • Zu jeder steht der geschätzte Aufwand und die erwartete Wirkung
  • Es unterscheidet zwischen „behindert Sichtbarkeit" und „wäre schöner"
  • Es sagt, was ausdrücklich nicht angefasst werden muss

Was ein Audit nicht leistet

Es beantwortet keine inhaltliche Frage. Eine technisch einwandfreie Website ohne Seiten zu den relevanten Suchanlässen bleibt unsichtbar. Wer nach einem Audit keine Verbesserung sieht, hat häufig ein Inhalts- und kein Technikproblem.

Wie oft?

Einmal zu Beginn, danach jährlich und nach jedem größeren Eingriff – Relaunch, Systemwechsel, Umzug. Ein monatliches Audit ist ein Abonnement, keine Notwendigkeit.