Die Frage „Schadet KI-generierter Text dem Ranking?" ist falsch gestellt. Bewertet wird der Nutzen eines Inhalts, nicht das Werkzeug, mit dem er entstanden ist. Beliebiger Text ohne eigenen Nutzen schadet – und der entsteht mit und ohne Maschine.

Wo KI-Unterstützung trägt

  • Erste Fassungen aus vorhandenem Material – Interviews, Notizen, Fachunterlagen
  • Umschreiben desselben Inhalts für andere Kanäle und Längen
  • Strukturvorschläge und Gliederungen
  • Prüfen eigener Texte auf Widersprüche und unbelegte Zahlen
  • Produktdaten aus strukturierten Quellen bei großen Beständen

Wo sie zuverlässig schadet

  • Ungeprüfte Veröffentlichung. Erfundene Zahlen, Quellen und Zitate sind eine Eigenschaft der Technik, keine Störung.
  • Masse statt Substanz. Zweihundert erzeugte Seiten verwässern die zwanzig, die tragen.
  • Themen ohne eigenes Wissen. Ein Modell kennt nichts über Ihr Unternehmen, das nicht im Netz steht.
  • YMYL-Themen. Bei Gesundheit, Recht und Finanzen ist ungeprüfter Text nicht nur riskant, sondern potenziell schädlich für Leser.

Ein tragfähiger Ablauf

  1. Fachwissen aus dem Haus sammeln – Interview, nicht Briefing
  2. Struktur und Gliederung erarbeiten, freigeben lassen
  3. Erste Fassung erzeugen, mit Quellen im Kontext
  4. Fachlich prüfen, Zahlen einzeln nachsehen
  5. Autorenzeile mit einer echten Person

Die Kennzeichnungsfrage

Ob eine Kennzeichnung rechtlich erforderlich ist, hängt von Inhalt und Einsatzzweck ab; die europäische KI-Verordnung sieht für bestimmte Fälle Transparenzpflichten vor. Unabhängig von der Pflicht: Eine Kennzeichnung kostet nichts und wirkt im Nachhinein deutlich besser als das Gegenteil.

Dieser Abschnitt ordnet ein und ersetzt keine Rechtsberatung.