WordPress ist das verbreitetste System und für Suchoptimierung grundsätzlich gut geeignet. Die Probleme entstehen selten am Kern, sondern an Erweiterungen und Vorlagen.

Was gut funktioniert

  • Saubere Adressen, sofern die Einstellung nicht auf Standardwerte steht
  • Ausgereifte Erweiterungen für Titel, Beschreibungen und Auszeichnung
  • Automatische Sitemap, seit einigen Versionen auch ohne Erweiterung
  • Freie Wahl der Inhaltsstruktur über eigene Inhaltstypen

Die fünf Stellen, an denen es hakt

1. Archivseiten

Kategorien, Schlagworte, Autorenarchive, Datumsarchive – in der Voreinstellung alle indexierbar. Das erzeugt Dutzende dünner Seiten, die miteinander konkurrieren. Nicht benötigte Archive gehören abgeschaltet.

2. Schlagwortwildwuchs

Jedes Schlagwort erzeugt eine Archivseite. Bei fünfzig Schlagworten mit je zwei Beiträgen entstehen fünfzig dünne Seiten. Faustregel: ein Schlagwort erst ab fünf Beiträgen.

3. Erweiterungslast

Jede Erweiterung lädt Dateien, oft auf allen Seiten. Zwanzig Erweiterungen sind ein Ladezeitproblem und eine Sicherheitsfläche.

4. Seitenbaukästen

Viele erzeugen verschachtelten Quelltext mit mehreren H1-Überschriften und Text in Elementen, die schlecht auszulesen sind. Prüfen, bevor die Vorlage gewählt wird.

5. Bilder

Ohne Vorkehrung landen Originalgrößen im Beitrag. Zeitgemäße Formate und passende Größen sind kein Feinschliff, sondern der größte einzelne Ladezeithebel.

Der Sonderfall Migration

Beim Wechsel von oder zu WordPress entscheidet die Adresszuordnung. Häufig verändert sich das Adressmuster – aus /kategorie/beitrag/ wird /beitrag/. Jede alte Adresse braucht ein Ziel.

Für KI-Antworten

Wichtig sind ein echter Autorendatensatz mit Profil statt eines Anzeigenamens und eine Auszeichnung, die Beitrag, Person und Organisation verknüpft. Beides ist mit Erweiterungen machbar, aber selten voreingestellt.