Magento ist für große Sortimente ausgelegt und entsprechend anspruchsvoll im Betrieb. Für SEO sind zwei Themen bestimmend: Leistung und Adressvielfalt.

Leistung

Ohne Zwischenspeicherung sind Antwortzeiten bei großen Katalogen zu langsam – für Besucher und für Crawler. Ein Crawler, der lange auf Antworten wartet, ruft weniger Seiten ab. Bei zehntausenden Adressen wirkt sich das unmittelbar auf die Indexierung aus.

Die üblichen Engpässe sind fehlende Volltext-Zwischenspeicherung, unoptimierte Datenbankabfragen bei Filtern und zu viele Erweiterungen im Frontend.

Adressvielfalt

Magento erzeugt Adressen über mehrere Wege: Kategoriepfade, Filter, Sortierungen, Seitengrößen, Sprachversionen. Ohne Steuerung entstehen Millionen von Kombinationen.

Zu klären ist:

  • Sind Produkte über Kategoriepfade oder nur direkt erreichbar?
  • Welche Filterkombinationen dürfen in den Index?
  • Wie werden Sortierungen und Seitengrößen behandelt?
  • Sind Canonical-Angaben je Seitentyp korrekt gesetzt?

Was häufig falsch eingestellt ist

Produkte, die über jeden Kategoriepfad eine eigene Adresse bekommen – bei einem Produkt in fünf Kategorien sind das fünf Adressen für denselben Inhalt. Die Einstellung existiert, wird aber oft übersehen.

Migration

Wechsel von oder zu Magento betreffen sehr große Adressmengen. Von Hand ist das nicht leistbar: Die Zuordnung muss regelbasiert erfolgen, mit stichprobenartiger Prüfung je Seitentyp – Produkte, Kategorien, Filterseiten, redaktionelle Inhalte getrennt.

Wann Magento die richtige Wahl ist

Bei sehr großen Sortimenten, komplexen Preis- und Kundenstrukturen und vorhandenen Entwicklungsressourcen. Ohne diese Ressourcen ist es das falsche System – die Betriebskosten stehen dann in keinem Verhältnis.