Joomla ist für Suchoptimierung grundsätzlich geeignet. In der Praxis begegnen einem allerdings überwiegend gewachsene Installationen mit veralteten Erweiterungen.
Was mit Bordmitteln geht
- Sprechende Adressen, sofern die Suchmaschinenfreundlichkeit aktiviert ist
- Metaangaben je Beitrag und Menüpunkt
- Steuerung der Indexierung über Menüstruktur und Robots-Einstellungen
- Strukturierte Daten über Erweiterungen oder Vorlagenanpassung
Die typischen Probleme
Mehrfache Adressen für denselben Inhalt
Joomla erzeugt Adressen über Menüpfade. Ein Beitrag, der über mehrere Menüpunkte erreichbar ist, bekommt mehrere Adressen. Ohne Canonical-Angaben entsteht doppelter Inhalt.
Nicht-menügeführte Inhalte
Beiträge ohne Menüpunkt erhalten technische Adressen mit Kennungen. Sie funktionieren, sind aber weder sprechend noch stabil.
Veraltete Erweiterungen
Der häufigste Befund. Erweiterungen, die seit Jahren nicht gepflegt werden, sind ein Sicherheits- und ein Kompatibilitätsproblem.
Pflegen oder wechseln?
Für einen Wechsel spricht: Die Installation ist mehrere Hauptversionen zurück, wesentliche Erweiterungen werden nicht mehr gepflegt, niemand im Haus kennt das System, und die Inhaltsstruktur soll ohnehin überarbeitet werden.
Dagegen spricht: Die Installation läuft aktuell und gepflegt, die Redaktion arbeitet eingespielt damit, und die Adressstruktur ist sauber. Ein Wechsel ohne inhaltlichen Anlass ist ein Risiko ohne Gegenwert.
Wenn gewechselt wird
Der kritische Teil ist die Adresszuordnung. Bei Joomla-Installationen sind die Adressen häufig über Jahre gewachsen und uneinheitlich – hier lohnt die Auswertung des Serverprotokolls besonders, weil die Sitemap selten vollständig ist.
Ein solcher Wechsel ist gut planbar: In einem betreuten Projekt wurde eine Joomla-Installation auf WordPress überführt, mit vollständiger Zuordnung aller Adressen und anschließender Statuscodeprüfung. Der Aufwand lag fast vollständig in der Zuordnung, nicht in der Technik.