Wenn eine Werbeagentur die Website gestaltet und SEO „mit abdeckt", entstehen wiederkehrende Reibungspunkte. Die meisten sind lösbar, wenn man sie vor dem Entwurf anspricht statt danach.

Die vier häufigen Konflikte

Bild statt Text

Gestalterisch reduzierte Seiten enthalten wenig Text. Suchmaschinen und Sprachmodelle brauchen aber Text, um einzuordnen. Auflösbar durch Textabschnitte unterhalb des gestalteten Bereichs – das kostet nichts an Wirkung und liefert die Grundlage.

Text im Bild

Überschriften als Grafik sehen genau so aus wie gewünscht und sind für Maschinen unsichtbar. Mit Webfonts ist das seit Jahren vermeidbar.

Eine Seite für alles

Gestalterisch überzeugt oft die durchgehende Startseite mit allen Themen. Für Suchanlässe ist sie ungeeignet, weil eine Seite nicht zwölf verschiedene Anlässe bedienen kann. Auflösbar durch eigene Unterseiten je Leistung, zusätzlich zur Übersicht.

Animation und Ladezeit

Aufwendige Bewegtelemente kosten Ladezeit und verschieben Layouts während des Aufbaus. Hier hilft eine frühe Absprache über das Budget an Kilobytes.

Der Konflikt, der keiner ist

„SEO macht die Seite hässlich" stimmt für die Praktiken von vor fünfzehn Jahren – Keyword-Wiederholungen, Fließtextblöcke unter dem Fußbereich. Heutiges SEO verlangt klare Struktur, lesbare Überschriften und schnelle Seiten. Das steht guter Gestaltung nicht entgegen.

Wann eine Werbeagentur SEO gut abdeckt

Wenn sie eine Person dafür hat, die das Thema hauptsächlich betreibt, und wenn technische Umsetzung im Haus liegt. Wenn SEO dagegen eine Zusatzleistung ist, die jemand nebenbei mitmacht, bleibt es bei Titel und Beschreibung.

Die pragmatische Aufteilung

Werbeagentur für Gestaltung, Marke und Umsetzung; ein Spezialist für Struktur, Auszeichnung und laufende Inhalte. Wichtig ist, dass beide vor dem Entwurf miteinander sprechen – nicht nach dem Livegang.